(Be)Gründung der Volksinitiative gegen 3. Startbahn & Drehkreuz am BER

Am 8.5.2014 fiel der Startschuss für die neue Brandenburger Volksinitiative  gegen den Bau einer 3. Start- & Landebahn am BER.
Zu den Hintergründen lesen Sie bitte die Pressemitteilung der 12 Initiatoren der neuen Volksinitiative gegen die 3. BER-Start- & Landebahn sowie das Redekonzept des Vorstandsvorsitzenden der „Bürgerinitiative Fluglärmfreie Havelseen e. V. „, Peter Kreilinger, zur Eröffnungsveranstaltung als dem Vertreter der Initiatoren.  

Die Initiatoren der Volksinitiative fordern, dass der Landtag den Bau der 3. Piste per Gesetz verbietet. Bisher hat der Landtag nur symbolische Beschlüsse gefasst, die die 3. Piste und den mit ihr verbundenen Ausbau dieses nachweislich vollkommen ungeeigneten, falschen Flughafenstandorts zu einem internationalen Luftdrehkreuz nicht verhindern.

Weshalb ist eine 3. Startbahn so schlimm?

Die durch den Flugroutenbetrug* ohnehin schon bedrohliche Fluglärm- und Schadstoffbelastung v.a. der Umlandgemeinden, aber auch der entfernteren Gemeinden wie Michendorf, Nuthetal, Schwielowsee und Werder, potenziert sich dramatisch, wenn – wie Herr Mehdorn es fordert – demnächst mit Planung und Bau einer dritten Start- und Landebahn begonnen werden soll. Dadurch würde die Kapazität des Flughafens auf bis zu 800.000 Flugbewegungen pro Jahr nach oben schnellen! In 2013 wurden am derzeitigen Flughafen Schönefeld gerade einmal ca. 65.000 Flugbewegungen gezählt!  Also kommt zum Flugroutenbetrug auch ein Mengenbetrug!!!

Das darf nicht passieren. Deshalb fordert die Volksinitiative, dass der Landtag die landesplanerischen Zielvorgaben im Landesentwicklungsprogramm (LEPro) und im Landesentwicklungsplan Flughafenstandortsicherung (LEP FS) so ändert, dass die Planfeststellungsbehörde einen Antrag der Flughafengesellschaft auf Genehmigung der Planung einer 3. Bahn ablehnen muss.

Mit einem solchen Antrag der FBB ist in den nächsten Jahren zu rechnen. Denn die „Betonkapazität“ des heutigen Zwei-Pisten-Systems von 450.000 Flugbewegungen pro Jahr wird etwa 20 Jahre nach Eröffnung des BER ausgereizt sein. Und die Planung einer Startbahn beansprucht 12 Jahre, ihr Bau zwei bis drei Jahre.
Für den Fall, dass der Landesplanungspartner Berlin den geforderten Änderungen des LEPro und des LEP FS nicht zustimmt, fordert die Volksinitiative die Kündigung des gemeinsamen Landesplanungsvertrags.
Die 3. Startbahn verhindern! Kein Ausbau des falschen BER-Standorts in Schönefeld!“
(Mail Alexander Fröhlich, Gemeinde Blankenfelde-Mahlow am 30.4.14)

Die Referate zur Auftaktveranstaltung der Volksinitiative von dem renommierten Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa und dem Fachanwalt Dr. Franz Günter Siebeck finden Sie hier: www.keine-dritte-startbahn-am-ber.de.

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