Demo-Marsch ab dem Landtag um die Staatskanzlei in Potsdam

Unter dem Motto „außen rum statt oben drüber“ demonstrieren wir, die BI „Fluglärmfreie Havelseen“ und die BI „Rettet Potsdam“ am 20. Juni 2011, 18.00 Uhr, gegen die aktuelle Flughafenpolitik der Brandenburger Landesregierung. Treffpunkt ist die Schwimmhalle am Fuße des Brauhausberges mit anschließendem Protestzug um die Staatskanzlei in Potsdam. Karte mit Route.

Wir fordern u. a.:
– Konkrete Unterstützung der Politik für umweltfreundliche Anflugverfahren. Eine gutachtliche Stellungnahme des Flughafenexperten Faulenbach da Costa hatte ergeben, dass mit einem CDA-Anflugverfahren ähnlich dem in London-Heathrow nicht nur Routen innerhalb der A-10 vermieden, sondern auch Flugwege verkürzt werden könnten. Wenn es Ministerpräsident Platzeck mit seinen Versprechungen wirklich ernst meint, kann er sich nur für Routen außerhalb der A-10 und Betriebsregelungen am Flughafen, die das möglich machen, aussprechen.
– Strenges Nachtflugverbot von 22.00 – 06.00 Uhr.  Wenn man sich als Landesregierung nicht der vorsätzlichen Körperverletzung an den zehntausenden Menschen im unmittelbaren Flughafenumfeld schuldig machen wolle, ein Muß.
Die Ergebnisse der Nachtfluganhörung im brandenburgischen Landtag seien in Sachen Gesundheitsschäden an Eindeutigkeit nicht zu überbieten gewesen. Und dabei koste – anders als immer wieder behauptet – der nächtliche Lärmschutz nicht einmal wirtschaftlichen Verzicht. „Es ist allgemein bekannt, dass der Nachtflugbetrieb für die Flughafenbetreiber, d.h. letztlich auch für den Steuerzahler, ein Zuschussgeschäft ist und ausschließlich im Interesse der Airlines bzw. letztlich einzig im Interesse von Air-Berlin liegt. Und ob diese Airline bis zur Eröffnung nicht schon insolvent ist, bleibt abzuwarten“, so unser BI-Sprecher. Auch wer nur auf Wirtschaftlichkeit achtet, müsse zudem gesamtwirtschaftlich denken. Der massive Überflug über staatlich anerkannte Erholungsorte, wie Werder und Schwielowsee, vernichtete z.B. Arbeitsplätze im Tourismus und schädige eine der attraktivsten Regionen unseres Landes massiv. In Wahrheit müsse man daher sagen „Lärmschutz sichert Wirtschaftlichkeit“. „Der Ministerpräsident darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen, denn schließlich ist das Land allein für die Planfeststellung zuständig und kann vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ohne weiteres eine bürgerfreundlichere Nachtflugregelung schaffen. Ein guter Landesvater hätte längst gehandelt“  (Peter Kreilinger).

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