Einseitige und umweltfeindliche Förderung des Flugverkehrs – statt europaweitem Schutz vor dessen schlimmsten Folgen

Die einseitige und unsinnige Förderung des Flugverkehrs durch unsere Politiker ist menschlich wie wirtschaftlich katastrophal und strotzt vor Widersprüchen! 

1. Häuserdämmungen
Der CO-2 Ausstoß aus dem unnötig angeheizten Fluggeschehen wird bald ein Mehrfaches dessen wett machen, was wir derzeit mit immensen Milliardensummen durch Häuserdämmungen und Photovoltaikanlagen zu sparen versuchen.

Warum muss auch das letzte Haus mit hässlichen Styroporplatten verkleidet und dem Schimmel- und Algenbewuchs preisgegeben werden, nur damit wir genügend CO-2 Kontingent für eine Verdoppelung des Flugverkehrs schaffen?

2. Umweltrestriktionen beim Autoverkehr
Warum gibt es immer mehr Tempo-30 Zonen, Umweltzonen, EURO-Abgasnormen, wenn beim Flugverkehr dagegen Vorfahrt für bequeme und schnelle Routen gewährt wird und seit 20 Jahren keine Grenzwerte erkennbar verschärft wurden?

3. Mineralölsteuern
Wieso werden alle anderen Fahrzeuge besteuert und ausgerechnet der wohl umweltschädlichste Energieverbrauch beim Fliegen ist dagegen steuerlich begünstigt? 

4. Bahn
Weshalb wird die Bahn kaputt gespaart, um das Geld dann in einen gigantischen Flughafenausbau zu stecken?

5. Arbeitsplätze
Mit Arbeitsplätzen läßt sich in Deutschland wohl fast jeder Politiker ködern – egal wie unsinnig die Tätigkeit auch sein mag.
Z.B. beim Autoverkehr würde doch auch gelten, dass es Arbeitsplätze schafft, wenn jeder doppelt so viel fährt als bisher. Dann würden die Autos öfter verschleißen, mehr Tankwarte hätten Lohn und Brot, die Raststätten könnten Personal anschaffen, der Straßenbau würde wachsen etc. Warum aber ist die Politik beim Autoverkehr klug genug, die Sackgasse zu erkennen und beim Flugverkehr blind gegenüber den übergroßen negativen externen Kosten?

6. Nachtlärm macht krank
Das sagen wirklich mehr als genug wissenschaftliche Studien und eindeutig auch das Umweltbundesamt. Nachtflüge werden vielfach mit dem Konkurrenzdruck gerechtfertigt. „Unser“ Flughafen dürfe ja nicht zurückfallen. Das ist die klassische Situation, in der ein einheitliches, HOHES Schutzniveau in Europa Sinn macht.

Dass nun im Gegenteil Europa-einheitlich Schutz abgebaut werden soll, damit die Landesregierungen die Lärmopfer an den Bund und der die Lärmopfer an die EU verweisen kann, weil Brüssel so bequem weit weg ist für Demonstranten, kann nicht Ernst gemeint sein.

Die EU-Kommission will sich offenbar ein Kontrollrecht über Nachtflugverbote aneignen, um diese zugunsten der Flughäfen bzw. Fluggesellschaften wieder zu kippen.
Die am 8.2.2012 bekannt gewordene Subsidiaritätsrüge der Europakammer des Bundesrats zu den inakzeptablen Plänen der EU-Kommisssion versucht dem einen riegelvorzuschieben. Der Erfolg hängt aber davon ab, welche anderen EU-Mitglieder mit Deutschland gleichziehen.

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