Kerosin im Trinkwasser nach Ansicht der Landesregierung „allgemein hinnehmbares Lebensrisiko“

In Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Landtagsabgeordneten Saskia Ludwig zum Überflug der Wasserwerke in Werder & Schwielowsee hat die Landesregierung erklärt, dass es eben Pech ist, sollten wir in Potsdam und Potsdam-Mittelmark eines Tages wegen eines Flugzeugunglücks kein Trinkwasser mehr haben. Was genau es bedeutet, wenn ein Flugzeug abstürzt, weiß die Landesregierung nach eigenen Angaben nicht. Sie verweist stattdessen auf „sachverständige Einschätzungen“, wonach keine besonderen Risiken jenseits dessen bestehen, was eine „moderne Gesellschaft“ angeblich gerne akzeptiert bzw. akzeptieren muss. Seit der Debatte um die Müggelseeroute aber ist bekannt: Die zuständigen Behörden sahen ernste Gefahren, auf politischen Druck musste das aus den Akten verschwinden ( Berliner Morgenpost, 09.06.13: BER-FlugroutenExperten warnten vor Gefahr für Trinkwasser im Müggelsee„). Die Landesregierung Brandenburg perpetuiert diesen Betrug, indem sie in voller Kenntnis der Kungeleien, durch die die „Persilscheine“ zustande kamen, einfach auf die alten Aussagen verweist. Bürgerschutz, Umweltschutz, Schutz unserer Lebensgrundlagen – bei unserer Landesregierung sind diese Themen nicht auf der Agenda.

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