Premiere Fluglärmgeräuschsimulator & E-Mail eines BI-Mitgliedes dazu

Am 19.12.2010 kam der Fluglärmgeräuschsimulator, den Manfred Swoboda zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern unserer Bürgerinitiative gebastelt hat, endlich zum Einsatz und zwar in Alt-Geltow an der Kirche nach dem besinnlichen Weihnachtskonzert. 

Marco van Lier schrieb dazu an mail@fluglaermfreie-havelseen.de:

Glückwunsch zum Einsatz des Fluglärmgeräuschsimulators!
Nur so kann deutlich werden, wie es sich entsprechend den aktuellen Flugroutenplanungen rund um die Havelseen anhören wird. Die simulierten Anfluggeräusche mögen jetzt nervig sein, zeigen aber, wie es in Zukunft sein wird. Das wird insbesondere bei Ostwindlagen, die es ja zu etwa einem Drittel des Jahres in der Region gibt, dann eine Art Dauergeräusch sein – oder treffender: störender Dauerlärm im Minutentakt, insbesondere auch an Sommertagen und -nächten.

Es ist für mich aber erschreckend, wie verhalten viele Bewohner rund um die Havelseen derzeit noch sind. Ich habe den Eindruck, dass nur wenige wissen, was da tatsächlich auf uns  a l l e  in der Region zuzukommen droht:

Derzeit sind die Anflüge über den Havelseen nach Schönefeld noch in Höhen von i.d.R. um 1.500 – 2.000 m. Diese sind schon deutlich hörbar und nerven auch den einen oder anderen bereits ziemlich.
Wenn wir zukünftig in den geplanten 1.000 m Höhe im Anflug überflogen werden, dann wird das um ein Vielfaches lauter sein! Das ist dann Lärm.

Erholung wird es dann nicht mehr geben, da der Lärm dann ständig wahrnehmbar sein wird, nervt, stört, den gesunden Schlaf raubt.

Zur Erläuterung: Der Anflug in 1.000 m Höhe verursacht am Boden den gleichen Schallpegel wie der Abflug in 2.000 m Höhe; letzteres ist ja eine Art “Grenzwert für die Aufnahme in der Lärmkommission”.

Ich kann aus eigener Erfahrung im Großraum um den Kölner Flughafen nur dringend davor warnen, das Ganze als “wird schon nicht so schlimm werden” ab zu tun.
In Minutenabständen werden Flugzeuge nervend und lärmend über uns hinweg gehen, ein Leben in Ruhe ist da nicht mehr möglich und selbst abends nach 22 Uhr gehen die Flugzeuge dann zeitweise im 5 Minuten-Takt noch über unsere Region hinweg. Mit den aktuellen Planungen für die Flugrouten werden sich unerträgliche Zustände in der Region etablieren!

Wer eine Vorstellung davon bekommen hat, was der Lärm durch die Anflüge in 1.000 m Höhe tatsächlich bedeutet, sollte die Bürgerinitiative unterstützen. Es kostet nichts, tut nicht weh und kann nur von Nutzen für alle sein! Je mehr Bürger sich engagieren, um so besser werden die Chancen sein, etwas für unser aller Wohl und Ruhe zu erreichen.

Es wäre mehr als traurig, wenn die – von immer mehr Menschen geliebte – Erholungsregion rund um die Havelseen durch die Umsetzung der derzeitigen Planungen für Schönefeld nachhaltig Schaden nimmt.

Wir haben die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen. Wir müssen es nur tun!

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